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Mitteldeutsche Zeitung

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  • 12.05.2016 – 18:42

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Kretschmann

    Halle (ots) - Kretschmanns Triumphe sind das Ergebnis einer perfekten Symbiose des Regierungschefs mit seinem Land. Der Ausflug des Katholiken ins kommunistische Milieu Anfang der 70er Jahre wirkt heute wie ein biografischer Unfall. Kretschmann ist im Auftreten und im Denken ein Liberal-Konservativer, eine unverwechselbare Persönlichkeit mit eigenwilliger Diktion - einer, der in kein Raster passt. Zwar entwickeln sich ...

  • 12.05.2016 – 18:40

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Ärztepfusch

    Halle (ots) - Eine neue Fehlerkultur wurde proklamiert, die nicht zuerst Schuldige suche, sondern Verbesserungen in den Fokus nehme. Das Credo dieser im Patientenrechtgesetz 2013 verankerten Neuerungen lautete: Medizinische Behandlungsfehler sollten zuallererst als Aufforderung begriffen werden, die Ursachen zu analysieren und abzustellen. Das Manko ist bis heute: All die Meldungen sind freiwillig und vermitteln kein ...

  • 12.05.2016 – 18:37

    Mitteldeutsche Zeitung: zu V-Mann Corelli

    Halle (ots) - Der Spitzel, der vor zwei Jahren unter ungeklärten Umständen gestorben ist, soll das Telefon seinem V-Mann-Führer schon 2012 übergeben haben. Seitdem schlummerte es in einem Panzerschrank des Verfassungsschutzes, wurde bei vier Durchsuchungen angeblich nicht gefunden, nach seiner Entdeckung 2015 vergingen Monate, bis die Amtsleitung von seiner Existenz erfuhr, danach noch einmal Wochen, bis das ...

  • 11.05.2016 – 18:49

    Mitteldeutsche Zeitung: zur Türkei

    Halle (ots) - Auf Seiten der EU will man dem starken Mann am Bosporus die Grenzen von dessen Stärke aufzeigen. Das ist richtig. Aber wie weit können die Europäer gehen? Auf eine harte Haltung gegenüber Erdogan können sich die 28 Staaten zwar verständigen. Dagegen sind alle Versuche gescheitert, sich auf eine gemeinsame Flüchtlingspolitik zu einigen. Sicher lässt sich der Deal mit Erdogan kritisieren. Aber die EU ...

  • 11.05.2016 – 18:45

    Mitteldeutsche Zeitung: zu freiem WLAN

    Halle (ots) - Mit der Novelle des Telemediengesetzes sollen nun alle Anbieter geschützt werden, auch der Nachbar, der sein Netz für andere öffnet. Dieser Schritt ist mehr als überfällig. Es ist peinlich, dass Deutschland in Sachen digitaler Zukunft wegen dieser Rechtsunsicherheit den Anschluss an andere Länder verloren hat. Doch Obacht! Mit immer mehr freien Zugängen steigt auch gleichzeitig die Gefahr, dass Daten ...

  • 11.05.2016 – 02:00

    Mitteldeutsche Zeitung: Wirtschaft Online-Händler Mercateo will 350 Jobs schaffen

    Halle (ots) - Der Online-Händler Mercateo will in den kommenden Jahren insgesamt 350 neue Arbeitsplätze schaffen. Am Stammsitz in Köthen werde derzeit ein ehemaliges Kaufhaus umgebaut, in dem Platz für 100 neue Mitarbeiter geschaffen wird, sagte Mercateo-Vorstand Peter Ledermann der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Mittwochausgabe). Auch in Leipzig ...

  • 10.05.2016 – 18:39

    Mitteldeutsche Zeitung: zu fairem Handel

    Halle (ots) - Die Idee, dass der Konsument gegenüber denjenigen, die die schöne Warenwelt produzieren, eine große Verantwortung hat, setzt sich immer stärker durch. Das ist gerade in Deutschland beachtlich, schließlich sind wir es gewohnt, dass Lebensmittel unglaublich billig sind. Bemerkenswert ist aber nicht nur das Verhalten der Verbraucher. Bemerkenswert ist vor allem der beobachtete Meinungsumschwung bei der ...

  • 10.05.2016 – 18:36

    Mitteldeutsche Zeitung: zur Bundeswehr

    Halle (ots) - Der Geist der Zeit verlangt Aufrüstung. Die Russen folgen ihm, die Chinesen und auch die Nato. Die "Trendwende", die Ursula von der Leyen nun verkündet hat, ist also ein Element im Rahmen der großangelegten Neuausrichtung der internationalen Verteidigungspolitik. Es lässt sich nicht leugnen: Die Welt ist wieder in einem Prozess des Wettrüstens begriffen. 7 000 zusätzliche Soldaten sind keine ...

  • 09.05.2016 – 19:27

    Mitteldeutsche Zeitung: zum Faymann-Rücktritt

    Halle (ots) - Die Große Koalition hat Österreich einen Aufschwung beschert, wie nur wenige Länder ihn erfahren haben. Aber sie hatte auch das Land unter sich aufgeteilt. Neben ihr hatte Jahrzehnte lang niemand eine Chance. Die Große Koalition war alternativlos. Die auch in Deutschland immer wieder proklamierte Alternativlosigkeit weckt aber nicht nur bei denen, die in der für alternativlos erklärten Welt keine ...

  • 08.05.2016 – 18:13

    Mitteldeutsche Zeitung: zu RB Leipzig

    Halle (ots) - RB Leipzig ist nicht der typische Fußball-Osten. Dieser Klub ist ein gesamtdeutscher. Geschaffen auf dem Fundament Geld, das den hiesigen Klubs, die Jahrzehnte länger existieren, schlichtweg fehlt. An diesem Defizit ändert sich nichts. Dem gegenüber steht Leipzig als ein kapitalistisches Kunstprodukt des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz. Das Konstrukt zur Gewinnoptimierung kann man ...

  • 08.05.2016 – 18:10

    Mitteldeutsche Zeitung: zur SPD

    Halle (ots) - Für Sigmar Gabriel, den Chef, wäre es daher dringlich, zu klären, was und wen er aufbieten will. Wenn es stimmt, dass er bis Mai 2017 warten will mit der Kanzlerkandidaten-Kür - wäre das ein falsches Zeichen. Zumal es ohnehin irritierend ist, dass ein Vorsitzender nicht selbstverständlich die Kandidatur für sich reklamiert. Gabriel hat sie schon 2013 Peer Steinbrück überlassen. Das war ein Fehler, er sollte ihn nicht wiederholen. Was immer man Gabriel ...

  • 08.05.2016 – 18:08

    Mitteldeutsche Zeitung: zur AfD

    Halle (ots) - Ein Gespräch zwischen AfD-Spitze und Führung der französischen Front National liegt auf der Hand. Es ist eigentlich eher ein Wunder, dass es nicht schon längst stattgefunden hat. Man würde sich ja wohl prächtig verstehen: Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie, das Spiel mit Ressentiments, die Abwehrhaltung gegenüber Europa - es gibt sie doch, die Gemeinsamkeiten. Die AfD-Spitze reagiert erst einmal abwehrend. Der Rechtspopulismus ist schon angekommen in der ...

  • 08.05.2016 – 18:06

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Senioren und Straßenverkehr

    Halle (ots) - Der Fehler des Mannes in Bad Säckingen ist typisch für Unfälle älterer Fahrer. Sie rasen meist nicht mehr, vermeiden riskante Überholmanöver und trinken keinen Alkohol vor dem Fahren. Aber da sie schlechter sehen und hören, langsamer reagieren und allgemein nicht mehr so fit sind, überfordern sie Situationen öfter und sie reagieren falsch. Natürlich ist dieses Problem nicht neu. Es gewinnt ...

  • 06.05.2016 – 18:50

    Mitteldeutsche Zeitung: zu griechischen Schulden

    Halle (ots) - Man stelle sich eine alleinstehende Frau vor, die bei einem Monatseinkommen von knapp 740 Euro für ihre Tochter und den pflegebedürftigem Vater aufkommen muss und mittlerweile fast 29 000 Euro Schulden angehäuft hat. Jeder zurechnungsfähige Finanzberater würde dieser Frau dringend raten, Privatinsolvenz anzumelden. Eine andere Möglichkeit, ihre Schulden loszuwerden, gibt es schlicht und einfach nicht. ...

  • 06.05.2016 – 18:47

    Mitteldeutsche Zeitung: zur Türkei

    Halle (ots) - Tatsächlich trat Davutoglu auf europäischer Bühne freundlich auf, er umschwärmte Angela Merkel geradezu. Er ist nicht der Macho-Typ wie Präsident Recep Tayyip Erdogan, der Davutoglu aus dem Amt drängt. Dennoch: Davutoglu war ein Ministerpräsident von Erdogans Gnaden. Selbst wenn er sich ein wenig freigeschwommen haben sollte - ganz nach oben wäre der Professor und ehemalige Außenminister ohne ...

  • 06.05.2016 – 18:45

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Verfassungsschutz und jugendlichen Terroristen

    Halle (ots) - Nach Angaben niederländischer Verfassungsschützer schreckt der IS sogar nicht davor zurück, Neunjährige zu Kämpfern auszubilden. Und zwar systematisch. Dennoch sollte man mit einer Speicherung durch den Verfassungsschutz vorsichtig sein. Sie kann zu einer Stigmatisierung von Betroffenen führen. Und sie setzt den falschen Schwerpunkt. Denn wo die ...

  • 04.05.2016 – 18:45

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Visafreiheit und Türkei

    Halle (ots) - Nun könnte es sein, dass Menschen vom Bosporus hier in nennenswerter Zahl selbst Asyl beantragen. 11 000 anerkannte türkische Flüchtlinge gibt es in Deutschland bereits. In der Türkei selbst irren 400 000 meist kurdische Binnenflüchtlinge umher, da Erdogan den Kurdenkonflikt nicht ohne kriegerische Mittel lösen will. Für sich genommen ist die Visafreiheit aber kein Problem. Es geht um Erleichterungen ...

  • 04.05.2016 – 18:42

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Terminvergabe bei Ärzten

    Halle (ots) - Auch wenn es die Verbände der Kassenärzte bestreiten: Es lehrt nicht nur die eigene Erfahrung, dass es immer wieder schwierig ist, einen Termin bei einem Facharzt zu finden. Neulich beim Kardiologen: Eine Arzthelferin war am Vormittag weitgehend damit ausgelastet, diversen Anrufern am Telefon zu erklären, man sei ausgelastet und könne daher leider keine neue Patienten aufnehmen. Die Zahlen zeigen also ...

  • 04.05.2016 – 18:40

    Mitteldeutsche Zeitung: zu dem US-Wahlkampf

    Halle (ots) - Wer einen Hammer hat, für den sieht jedes Problem wie ein Nagel aus. Und wessen Erfahrung auf Immobiliengeschäfte beschränkt ist, für den sieht eben alles aus wie eine Verhandlung über einen Mietvertrag. Verhandlungen zwischen Staaten laufen so nicht ab. Nun wenden Trump-Anhänger ein, dass ihr Kandidat schon lernen wird, wenn er erst einmal im Weißen Haus sitzt. Das könnte sein. Doch das Risiko ist ...

  • 03.05.2016 – 18:43

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Horror in Höxter

    Halle (ots) - In dem in den vergangenen Jahren spürbar geschrumpften Dorf Bosseborn leben etwas mehr als 500 Menschen, die nun erschrocken davon berichten, dass die Zugezogenen seltsame Menschen gewesen seien, unnahbar, ihnen nicht ganz geheuer. Die Ungeheuerlichkeit der nun ans Licht kommenden Verbrechen ist aber auch ihnen verborgen geblieben. Die permanente soziale Kontrolle, der man sich in einer kleinen Gemeinschaft ...

  • 03.05.2016 – 18:42

    Mitteldeutsche Zeitung: zu Linke und Karlsruhe

    Halle (ots) - Die Linke tritt zuweilen zu populistisch auf. Und den Grünen merkt man an, dass sie weder der SPD noch der Union wirklich wehtun wollen, weil sie mit beiden demnächst koalieren könnten. Hinzu tritt, dass die gesellschaftliche Opposition derzeit rechts von der Union angesiedelt ist - in Gestalt der AfD und allem, was sich um sie herum gruppiert. Die aber ist nicht im Bundestag. Das führt zu dem absurden ...